8. Mai bis 10. Juni 2019

irgendwie - ANDERSLAND
Carlo Leopold Broschewitz

Der Sternenwanderer (Ausschnitt), 2015/2017, Acryl/ Öl/ Bleistift/ Sprühdose
Karusell 1986, 2018,  Acryl/ Öl/ Buntstift
My Deer, 2015/16,  Acryl und Öl auf Leinwand
Sie sahen sich, sie grüßten sich, sie spürten sich. Sie gingen nicht mehr voneinander, 2018,  Öl und Acryl auf Leinwand
Trägt der Teufel Prada?, 2015, Untersberger Marmor/ Bleistift/ Bronze/ Blattgold

Das Lyrische und das Traumhafte
Geht man durch das große Tor in den Hof der Burg Giebichenstein bleibt die laute und hektische Welt draußen! Rosengänge, überragt von Porphyrfelsen und dem Turm der Oberburg.
Das ist der Ort an dem Carlo Leopold Broschewitz studierte. Auch dieses einzigartige Umfeld hat ihn zum Künstler geformt. Er hat Gerhard Marcks, Gustav Weidanz und Karl Müller nicht mehr kennen gelernt, ihre lebendige Tradition setzt er aber fort.
Er bezeichnet sich als Bildhauer und Bildmaler. Die Ausdrucksskala wird nicht durch das Genre eingegrenzt.
Alle bildnerischen Mittel stehen zur Formulierung des Weltbildes zur Verfügung. Es ist romantisch geprägt im Sinne Friedrichs, der vom Künstler forderte nicht das wiederzugeben, was er vor sich sieht, sondern was er in sich sieht, Kandinsky sprach von dem „Innenwesen“.
Nur im Traum gelangen wir hinter den Horizont in eine Welt wundersamer Formen und Farben.
Diesen Traumwelten vermag Carlo Leopold Broschewitz in wunderbarer Weise Gestalt zu verleihen. Sie spiegeln sich im entrückten Ausdruck seiner Figuren oder in den Bilderwelten seiner Malerei.
Beides ist lyrisch gesehen, wenn damit tiefes Empfinden ausgedrückt werden sollen.

Professor Joachim Skerl, März 2019