Brüder im Bild

Uwe und Detlev Steinberg | Fotografie

Detlev Steinberg: Kaliningrad. 1992
Detlev Steinberg: Ahrenshoop. 1990
Uwe Steinberg: 1970er Jahre
Uwe Steinberg: Berlin. 1970er Jahre
Uwe Steinberg: Berlin. 1970er Jahre
Detlev Steinberg: Synchronschwimmerin taucht aus dem Wasser auf.
 Moskau, 1979, Fotografie

Uwe und Detlev Steinberg sind Vertreter einer Fotografengeneration, die ab den 1960er Jahren eine eigenständige Bildsprache der Fotografie in der DDR geprägt hat.

Uwe Steinberg (1942-1983) begründete 1969 mit Christian Borchert und anderen die Gruppe JUGENDFOTO BERLIN die sich das Ziel gesetzt hatte, einen „glaubwürdigen Bildjournalismus“ zu etablieren, der den oft riesigen Spagat zwischen dem, was ist und dem, was sein sollte dokumentiert. Seine Langzeitbeobachtung "Berlin-Schönhauser Allee" an der er bis zu seinem frühen Unfalltod arbeitete, zeugt davon.

Detlev Steinbergs (1944-2020) bekannteste Bilder entstanden in der ehemaligen Sowjetunion, die er von 1976 bis 1990 als Bildreporter der Illustrierten "Freie Welt" intensiv kennenlernte. Seine Bilder berühren durch eine Unmittelbarkeit und Nähe, die vor allem in der tiefen Menschlichkeit und Offenheit des Fotografen zu wurzeln scheint. Er zeigt das Alltagsleben von Menschen auch in existenzbedrohenden Situationen jenseits der Pfade üblicher Berichterstattung.

Eine wirkliche Rezeption des umfangreichen Werkes der Brüder Steinberg ist bisher – im Gegensatz zu anderen, prominenteren Kollegen – nicht erfolgt. Die Ausstellung im Kunstverein zu Rostock, die auf Archivmaterial aus Detlev Steinbergs Nachlass basiert, soll so auch ein Beitrag zu einer Wiederentdeckung sein.

Wir danken dem Deutsch-Russischen Museum Berlin-Karlshorst, dem Sammler Michael Kampf (Berlin) und dem Fotografen Heiko Krause (Greifswald) für die großzügige Unterstützung.


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